Flaute und Sturm prägen die Dr. Hans-Rösch-Gedächtnisregatta

17. Juni 2017

Turbulente Kielzugvogel-Regatta beim Waginger Segel-Club

Etwas enttäuscht waren die Verantwortlichen beim WSC über das „magere“ Meldeergebnis von nur 18 Booten zur traditionellen KZV-Regatta zu Pfingsten. Die Crews, die jedoch kamen, werden noch lange von diesen Wettfahrten erzählen können. Los ging es am Samstag nach dem Motto: “Bitte warten“, denn kein Lüftchen regte sich, so dass die Segler und die Wettfahrtleitung um Franz Seifert einen geruhsamen Tag an Land verbringen mussten. Ganz anders waren jedoch die Verhältnisse am Sonntag. Schon in aller Frühe peitschten Windböen bis zur Stärke sechs Beaufort über den aufgewühlten See. Schon auf dem Weg hinaus in den Weitsee hatten viele Boote Probleme überhaupt unversehrt an die Startlinie kurz vor das Strandbad Kühnhausen zu kommen. Einige Mannschaften wagten sich erst gar nicht auf das Wasser oder kehrten überfordert wieder in den sicheren Hafen zurück. Den gebliebenen Seglern, die auch solche Stürme meistern können, wurde an diesem Tag alles abverlangt. Die Wettfahrtleitung startete nacheinander drei Läufe und nach einer kurzen Erholungspause am Clubgelände als „Draufgabe“ noch eine vierte am späten Nachmittag. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, dass acht Damen an der Vorschot diese kräfteraubenden Strapazen bewältigten. Während der Wettfahrten gab es viele kritische Zwischenfälle, die die Regattaleitung veranlasste, über einen möglichen Abbruch nachzudenken. Aber dank des Einsatzes von den zwei Sicherungsbooten des Clubs und dem spontanen Eingreifen der Wasserwacht Kühnhausen ging alles gut. Seit mehr als fünf Jahrzehnten kann sich der WSC auf die zuverlässige Hilfe und Sicherungsarbeit der „Kühnhausener“ verlassen. Reihenweise fielen Segler/innen ins Wasser, Segel wurden zerfetzt, ein Steuerruder brach und der Zugvogel trieb hilflos über den See, ein Boot kenterte durch, so dass es kieloben wie ein riesiger Haifisch zwischen den Wellen schaukelte. Nur noch sechs Boote schafften es bei der dritten Wettfahrt ordnungsgemäß die Ziellinie zu überqueren. Aber bis auf einige blaue Flecken und einer Gänsehaut bei den durchnässten Akteuren gab es Gott sei Dank keine größeren Verletzungen.

Mit diesen extremen Verhältnissen kamen am besten Wolfgang Emrich und Klaus Ebbinghaus vom Segler-Verein-Wörthsee zurecht. Mit drei ersten und einem vierten Platz gewannen sie die Serie mit sieben Punkten. Dicht gefolgt von Christian Huber und Elfriede Eder vom Waginger-Segel-Club mit ebenfalls sieben Punkten, aber drei zweite und ein erster Platz gaben den Ausschlag, dass es nicht für den Gesamtsieg reichte. Dritte wurde die Crew vom Segelclub-Füssen-Forggensee, Herbert und Elisabeth Kujan mit 11 Punkten. Die Gäste aus Ungarn, Laszlo Belley und Zoltan Gombar hatten als vierte mit 17 Punkten schon einen größeren Abstand zur Spitze.

Der Festabend fand dann aber aus verständlichen Gründen trotz des reichhaltigen Buffets, einer Tombola mit vielen wertvollen Preisen organisiert von der Familie Huber und der anschließenden Disco-Party ein rasches Ende, denn am nächsten Tag standen ja noch zwei Wettfahrten auf dem Programm. Doch da zeigte sich der Waginger See wieder von seiner ruhigen Seite – es herrschte große Flaute. Um 13 Uhr gab Franz Seifert das Zeichen zum Abbruch der Regatta, was nahezu alle Teilnehmer mit Erleichterung registrierten. Die Ergebnisse der weiteren einheimischen Segler: 7. Gerd und Angelika Diederich (WSC; 44 Punkte); 8. Alexander Knoll und Alfons Huber jun. (WSC; 49 Punkte); 10. Alfons Huber sen. und Christa Huber (WSC; 64 Punkte)

Christian und Šarka Huber gewinnen Traunseewoche und Europa-Pokal

29. Mai 2017

Das Ehepaar Christian und Šarka Huber, startend für den Waginger Segelclub, sind erfolgreich in die neue Saison, der Kielzugvogel-Klasse, gestartet. Bei der größten, europäischen Segelveranstaltung auf einem Binnengewässer, waren über 700 Segler, in 17 verschiedenen Bootsklassen am Start. Das Ehepaar Huber segelt seit über sieben Jahren gemeinsam in der Segelklasse: Kielzugvogel.

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Während der Traunseewoche, welche in diesem Jahr vom 25. – 27. Mai 2017 stattfand, segelte die Kielzugvogel-Klasse, auch den Europa-Pokal aus, welcher ebenfalls von den Hubers gewonnen wurde. Nach sieben Wettfahrten, in welchen die beiden die Plätze 1, 1, 2, 2, 3, 5, [7] belegten, konnten sie die Serie, zwar äußerst knapp, jedoch ausreichend, für sich entscheiden. Auf dem zweiten Platz folgte die Mannschaft Michael Hotho und Jochen Wiepking (ältester Teilnehmer mit 87 Jahren) aus Steinhude, welche in der Gesamtabrechnung auf die gleiche Punktzahl kamen, jedoch eine schlechtere Serie segelten, 1, 1, 2, 3, 3, 4, [5], da das Ehepaar Huber einen zweiten Platz mehr hatten, lagen sie in der Endabrechnung vorne. Auf Platz drei kam die Mannschaft Gerhard Zieris mit Gerd Scholz vom Wörthsee.

 

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Die weiteren Teilnehmer des Waginger Segelclubs platzierten sich wie folgt: Platz 5 Irmgard Steinberger an der Vorschot von Gerhard Zimmerly (Staffelsee), Platz 7 belegten Gerd und Angelika Diederich, Platz 10 ging an Alfons sen. Huber mit Christl Huber, welche verletzungsbedingt nach drei Wettfahrten aufgaben und last but not least auf Platz 12 kam Helmut Zeilinger mit Edith Capek.

Am kommenden Wochenende, vom 03. – 05. Juni 2017, machen die Kielzugvögel Halt beim Waginger Segelclub, um dort den ”Dr.-Hans-Rösch-Gedächtnis-Preis” auszusegeln.

„Osterhasen-Regatta“ auf dem Waginger See

27. Mai 2017

 

Stefan Erlacher und Christian Wöhrer gewinnen die Traditionswettfahrt

Mit etwas „Verspätung“ veranstaltete der Waginger-Segel-Club die Wettfahrtserie in der Tempest-Klasse. Früher wurde diese Regatta eben an den Ostertagen durchgeführt und war oft geprägt von Kälte, Schneetreiben und niedrigen Wassertemperaturen. Viele Segler kommen nun auch schon langsam in die Jahre und deshalb wurde dem Wunsch der Klassenvereinigung stattgegeben, den Namen beizubehalten, den Termin jedoch auf Mitte Mai, mit angenehmeren äußeren Bedingungen zu verschieben.  Das Meldeergebnis von 22 Booten zeigte, dass diese Überlegungen richtig waren. Sogar der „Dinosaurier“ der Klasse, Sepp Höss vom Tegernsee, ließ es sich nicht nehmen, trotz seiner 82 Jahre und nach mehr als 40 Teilnahmen auch heuer wieder in Waging zu melden.

Wettfahrtleiter Helmut Klug mit seiner Crew konnte so halbwegs mit den Windverhältnissen zufrieden sein, denn von den ausgeschrieben sechs Wettfahrten brachte er drei über die Runden.  Bei wechselnden Winden aus nordöstlicher Richtung mit durchschnittlicher Stärke von 2 Beaufort waren weniger die physischen Kräfte als vielmehr das taktische Gespür gefragt. Der einheimische Steuermann Stefan Erlacher mit seinem Vorschotmann Christian Wöhrer vom Chiemsee kam mit den Bedingungen am besten zurecht und nutzt seinen „Heimvorteil“ gekonnt aus. Mit den Plätzen eins, zwei und drei gewann er letztendlich souverän mit sechs Punkten vor der Mannschaft aus Seebruck, Christian Spranger/ Domenik Wörderhoff (11 Punkte) und Michael Schmohl/Ralph Ostertag (12 Punkte) vom Yacht-Club am Tegernsee. Die weiteren Platzierungen der einheimischen Crews: 5. Nikolaus Magg/Christopher Kopp (Waginger – Segel – Club); 8. Christian Rusitschka/Sandro Demmelhuber (Waginger – Segel – Club); 14. Gustl Trimpl sen./Gustl Trimpl jun. (Seebrucker – Regatta – Verein); 15. Felix Forster/Jonas Breitsameter (Waginger –Segel – Club); 17. Dieter Wachs/Josef Rauch (Seebrucker – Regatta – Verein)  und 18. StefanHartl/Willi Lachner (Waginger – Segel – Club).

Neben dem Sport kam auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz. Der neue Clubwirt Guiseppo Covella verköstigte die Segler auf das Beste mit italienischen Spezialitäten und vor dem Start am Sonntag stärkten sich die Teilnehmer bei dem traditionellen Weißwurstfrühstück. Bei der Siegerehrung bedankte sich Helmut Klug noch bei allen Helfern und der Wasserwacht ohne deren Hilfe und Sicherung eine Regattaserie nicht durchgeführt werden könnte.