Windreicher Jugendpfingstsegelkurs!

22. Juni 2017

Fünf Tage lang fand vom 12. bis zum 16. Juni der alljährliche Segelkurs in den Pfingstferien statt.

Am Montagmorgen fand sich die zunächst siebenköpfige Truppe am Clubgelände ein, um unter Anleitung der Trainer Jonas Breitsameter und Felix Forster die Boote aufzubauen. Im Einsatz waren zwei „Optimisten“, zwei „Teenies“ sowie ein „Laser“. Gleich am ersten Tag herrschten gute Windverhältnisse, welche sogleich zum Manövertraining genutzt wurden. Am zweiten Tag erhöhte eine „Youngster“-Besatzung die Teilnehmerzahl auf neun und unter ähnlich guten Windbedingungen konnte so ein intensives Regattatraining abgehalten werden.

Der Mittwoch war leider von Windstille geprägt, der dadurch segelfreie Tag konnte jedoch gut mit theoretischem Wissen wie Wettfahrtregeln, Knotenkunde oder dem Flaggenalphabet gefüllt werden. Auch der Spaß kam nicht zu kurz, es wurde viel gebadet, gespielt und auch ein Ausflug mit dem Motorboot zum Kühnhausener Strandbad bereitete den Kursteilnehmern viel Freude.

 Am Donnerstag konnte wieder gesegelt werden, hierbei wurde der Trainingsschwerpunkt vor allem auf die Bootsbeherrschung gelegt und die Kursteilnehmer konnten ihre Fähigkeiten beispielsweise beim Rückwärtsfahren unter Beweis stellen.

 Der letzte Tag erforderte den vollen Einsatz aller erlernten Fähigkeiten, Kraft und einiges an seglerischem Geschick: Bei verhältnismäßig starkem Wind von 3 Beaufort wurden vormittags zunächst Manöver geübt, nachmittags frischte der Wind noch einmal etwas auf und so konnte bei 3-5 Windstärken eine Abschlussregatta abgehalten werden. Die Woche wurde mit einer Ehrung der Sieger der Wettfahrt beendet.

 

Rückblickend möchten wir uns als Trainer bei allen Teilnehmern, Eltern und Helfern für die sehr gelungene Trainingswoche bedanken, es bereitete auch uns sehr viel Spaß und Freude Trainingserfolge bei den Teilnehmern zu beobachten.

IMG_4067

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flaute und Sturm prägen die Dr. Hans-Rösch-Gedächtnisregatta

17. Juni 2017

Turbulente Kielzugvogel-Regatta beim Waginger Segel-Club

Etwas enttäuscht waren die Verantwortlichen beim WSC über das „magere“ Meldeergebnis von nur 18 Booten zur traditionellen KZV-Regatta zu Pfingsten. Die Crews, die jedoch kamen, werden noch lange von diesen Wettfahrten erzählen können. Los ging es am Samstag nach dem Motto: “Bitte warten“, denn kein Lüftchen regte sich, so dass die Segler und die Wettfahrtleitung um Franz Seifert einen geruhsamen Tag an Land verbringen mussten. Ganz anders waren jedoch die Verhältnisse am Sonntag. Schon in aller Frühe peitschten Windböen bis zur Stärke sechs Beaufort über den aufgewühlten See. Schon auf dem Weg hinaus in den Weitsee hatten viele Boote Probleme überhaupt unversehrt an die Startlinie kurz vor das Strandbad Kühnhausen zu kommen. Einige Mannschaften wagten sich erst gar nicht auf das Wasser oder kehrten überfordert wieder in den sicheren Hafen zurück. Den gebliebenen Seglern, die auch solche Stürme meistern können, wurde an diesem Tag alles abverlangt. Die Wettfahrtleitung startete nacheinander drei Läufe und nach einer kurzen Erholungspause am Clubgelände als „Draufgabe“ noch eine vierte am späten Nachmittag. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, dass acht Damen an der Vorschot diese kräfteraubenden Strapazen bewältigten. Während der Wettfahrten gab es viele kritische Zwischenfälle, die die Regattaleitung veranlasste, über einen möglichen Abbruch nachzudenken. Aber dank des Einsatzes von den zwei Sicherungsbooten des Clubs und dem spontanen Eingreifen der Wasserwacht Kühnhausen ging alles gut. Seit mehr als fünf Jahrzehnten kann sich der WSC auf die zuverlässige Hilfe und Sicherungsarbeit der „Kühnhausener“ verlassen. Reihenweise fielen Segler/innen ins Wasser, Segel wurden zerfetzt, ein Steuerruder brach und der Zugvogel trieb hilflos über den See, ein Boot kenterte durch, so dass es kieloben wie ein riesiger Haifisch zwischen den Wellen schaukelte. Nur noch sechs Boote schafften es bei der dritten Wettfahrt ordnungsgemäß die Ziellinie zu überqueren. Aber bis auf einige blaue Flecken und einer Gänsehaut bei den durchnässten Akteuren gab es Gott sei Dank keine größeren Verletzungen.

Mit diesen extremen Verhältnissen kamen am besten Wolfgang Emrich und Klaus Ebbinghaus vom Segler-Verein-Wörthsee zurecht. Mit drei ersten und einem vierten Platz gewannen sie die Serie mit sieben Punkten. Dicht gefolgt von Christian Huber und Elfriede Eder vom Waginger-Segel-Club mit ebenfalls sieben Punkten, aber drei zweite und ein erster Platz gaben den Ausschlag, dass es nicht für den Gesamtsieg reichte. Dritte wurde die Crew vom Segelclub-Füssen-Forggensee, Herbert und Elisabeth Kujan mit 11 Punkten. Die Gäste aus Ungarn, Laszlo Belley und Zoltan Gombar hatten als vierte mit 17 Punkten schon einen größeren Abstand zur Spitze.

Der Festabend fand dann aber aus verständlichen Gründen trotz des reichhaltigen Buffets, einer Tombola mit vielen wertvollen Preisen organisiert von der Familie Huber und der anschließenden Disco-Party ein rasches Ende, denn am nächsten Tag standen ja noch zwei Wettfahrten auf dem Programm. Doch da zeigte sich der Waginger See wieder von seiner ruhigen Seite – es herrschte große Flaute. Um 13 Uhr gab Franz Seifert das Zeichen zum Abbruch der Regatta, was nahezu alle Teilnehmer mit Erleichterung registrierten. Die Ergebnisse der weiteren einheimischen Segler: 7. Gerd und Angelika Diederich (WSC; 44 Punkte); 8. Alexander Knoll und Alfons Huber jun. (WSC; 49 Punkte); 10. Alfons Huber sen. und Christa Huber (WSC; 64 Punkte)

Christian und Šarka Huber gewinnen Traunseewoche und Europa-Pokal

29. Mai 2017

Das Ehepaar Christian und Šarka Huber, startend für den Waginger Segelclub, sind erfolgreich in die neue Saison, der Kielzugvogel-Klasse, gestartet. Bei der größten, europäischen Segelveranstaltung auf einem Binnengewässer, waren über 700 Segler, in 17 verschiedenen Bootsklassen am Start. Das Ehepaar Huber segelt seit über sieben Jahren gemeinsam in der Segelklasse: Kielzugvogel.

s_Traunsee_2

Während der Traunseewoche, welche in diesem Jahr vom 25. – 27. Mai 2017 stattfand, segelte die Kielzugvogel-Klasse, auch den Europa-Pokal aus, welcher ebenfalls von den Hubers gewonnen wurde. Nach sieben Wettfahrten, in welchen die beiden die Plätze 1, 1, 2, 2, 3, 5, [7] belegten, konnten sie die Serie, zwar äußerst knapp, jedoch ausreichend, für sich entscheiden. Auf dem zweiten Platz folgte die Mannschaft Michael Hotho und Jochen Wiepking (ältester Teilnehmer mit 87 Jahren) aus Steinhude, welche in der Gesamtabrechnung auf die gleiche Punktzahl kamen, jedoch eine schlechtere Serie segelten, 1, 1, 2, 3, 3, 4, [5], da das Ehepaar Huber einen zweiten Platz mehr hatten, lagen sie in der Endabrechnung vorne. Auf Platz drei kam die Mannschaft Gerhard Zieris mit Gerd Scholz vom Wörthsee.

 

s_Traunsee_1

Die weiteren Teilnehmer des Waginger Segelclubs platzierten sich wie folgt: Platz 5 Irmgard Steinberger an der Vorschot von Gerhard Zimmerly (Staffelsee), Platz 7 belegten Gerd und Angelika Diederich, Platz 10 ging an Alfons sen. Huber mit Christl Huber, welche verletzungsbedingt nach drei Wettfahrten aufgaben und last but not least auf Platz 12 kam Helmut Zeilinger mit Edith Capek.

Am kommenden Wochenende, vom 03. – 05. Juni 2017, machen die Kielzugvögel Halt beim Waginger Segelclub, um dort den ”Dr.-Hans-Rösch-Gedächtnis-Preis” auszusegeln.